Epigenetik und das epigenetische Prinzip

Epigenetik und das epigenetische Prinzip – neue Hoffnung kommt aus der Biochemie

Epigenetik befasst sich mit der Entstehung durch Samen und Eizelle und den weitergegebenen  Zelleigenschaften. Durch Zellteilung werden dabei Eigenschaften der Zellen verändert,  ohne dabei das Erbgut, die Chromosomen selbst zu verändern. Biochemische werden dabei Teile des Erbgutes dauerhaft aktiviert/deaktiviert, während der Embryo heranwächst und die einzelnen Zellen auf bestimmte Funktionen festgelegt werden.  (518 Zeichen mit Leerzeichen)

Das epigenetische Prinzip (1950) ist ein psychoanalytisches Stufenmodell von Erik H. Erikson. Acht Entwicklungsphasen bauen aufeinander auf und verschiedene Krisen werden bewältigt, allerdings nicht vollständig. Probleme bleiben so unterschwellig immer Thema.

Was Sie brauchen: gesunden Menschenverstand!

Epigenetische Regulierung

Die Epigenetik steuert das Wachstums des Embryos und das Weiterwachstum des Menschen. Dabei wird Ihr Leben lang Gene aktiviert und wieder deaktiviert, was Ihren Stoffwechsel und Ihre Hormone verändert. Dabei wirken Anlagen und Umwelt zusammen, wie die Zwillingsforschung erkannt hat. So werden entstehen auch bei eineiigen Zwillingen unterschiedliche Ausprägungen.

Positive Folgen der Zellteilung sind Wachstum und Jugend, solange die Zellen sich eifrig teilen. Die Natur reguliert bestimmte epigenetische Veränderungen, so dass stillgelegte Chromosomen auch inaktiv bleiben. Ob Sie männlich oder weiblich sind, hängst von den X-Chromosomen ab. Weibliche Embryos haben zwei X-Chromosomen,  wobei eins bei der Entwicklung des Embryos stillgelegt wird. Welches X-Chromosom deaktiviert wird, ist zufällig. Von diesem X-Chromosom werden dann keine Genprodukte mehr erstellt.

Von den Eltern wird die genetische Ausprägung aktiv/inaktiv weitervererbt, wobei entweder die Aktivierung von Vater oder Mutter übernommen wird. Diese Prägung wird bei den frühen Keimzellen wieder gelöscht und geschlechtsspezifisch wieder aufgebaut. So entsteht Ihre individuelle Prägung.

Gefahren bestehen in epigenetischen Veränderungen die zu Schädigungen im Mutterleib führen oder später zu Krankheiten, wie Krebs. Hier ist das Zielt der Forschung, kontrolliert Gene aktivieren/deaktivieren zu können und so Gesundheit einfach nur „anzuschalten“, bzw. Krankheiten „abzuschalten“.

Die bewusste Kontrolle der epigenetischen Prozesse wird auch bei Genforschung und  Klonen angestrebt.

Das Prinzip der stufenweisen Entwicklung nach Erikson

Nach Erikson wird im 1. Lebensjahr das Urvertrauen gebildet, oder aber nicht.

Zwischen 2-3 Jahren entwickeln Kleinkinder ihre Eigenständigkeit und ihre Willenskraft oder das Gefühl von  Scham und Zweifel.

Von 4-5 ist das Spielalter, Kinder werden initiativ mutig oder schuldbewusst ängstlich.

Bis zur Pubertät lernen Kinder, sich über ihre Leistung zu definieren oder entwickeln Minderwertigkeitsgefühle.

In der Pubertät zählt der Platz in der Gesellschaft, Pubertierende pendeln zwischen  eigenem Selbstwertgefühls und Ablehnung.

Im jungen Erwachsenenalter wird Intimität, Gruppengefühl und Isolierung geprägt.

In der Mitte des Lebens entwickeln Erwachsene Fürsorge oder stagnieren bis hin zur Selbstaufgabe.

Im letzten Lebensabschnitt kann der Erwachsene integer zu seinem Leben stehen oder verzweifelt  daran; Weisheit oder Todesfurcht sind das Ergebnis.

Meistern Sie die Krisen der einzelnen Lebensabschnitte nicht ausreichend, kommt es zur Fixierung auf die Probleme und Sie erreichen die nächste Entwicklungsstufe nicht, als ob Sie in einer Zeitschleife festhängen und immer wieder das Gleiche bekommen.

Das Epigenetik aus Anlagen und Umwelt, die biochemische Unterstützung

Die Epigenetik geht heute davon aus, dass im Laufe des Lebens Gene aktiviert und auch wieder deaktiviert werden. Auslöser der biochemischen Prozesse sind nicht nur Ihre Anlagen, sondern auch Ihre Umwelt. Gene werden dabei nicht von sich aus aktiv, sondern von der Epigenetik gesteuert, die Impulse aufnimmt und Zusammenhänge herstellt.

Setzen Sie sich dauerhaft bestimmten Lebensumständen aus, werden diese Lebensumstände Sie beeinflussen und damit auch Ihre Gene. Ob bestimmte Chromosomen stillgelegt werden oder andere aktiviert, wird auch von Ihren Lebensumständen mitbestimmt. Schon durch Ihr Essverhalten und das Maß Ihres Bewegungsdranges nehmen Sie selbst Einfluss auf Ihre Programmierung. Bewusst steuern können Sie diesen Prozess nicht, aber mit Ihrem Bewusstsein auf Ihr Unterbewusstsein Einfluss nehmen.  Unterlegen Sie Ihr bewusstes Verhalten mit Gefühlen, erreichen Sie Ihr Unterbewusstsein.

Sie entwickeln sich Ihr Leben lang weiter. Sie wachsen und verändern sich, verändern Ihre Einstellungen, Ihr Verhalten. Auch wenn die Grundzüge Ihres Charakters bleiben, Ihre Entwicklungsschritte bauen aufeinander auf, selbst wenn Sie irrige  Einstellungen wieder verwerfen und zu alten Positionen zurückfinden. Dabei stehen Sie als Person in Wechselwirkung zur restlichen Welt und beeinflussen deren Gegenwart. Dadurch entsteht Zukunft. Möchten Sie die Zeit zurückdrehen, müssten Sie aller Zeiten zurückdrehen, und dafür bräuchten Sie eine Zeitmaschine. So erleben wir die Zeit als fortlaufenden Strahl von vor und nach Veränderungen unserer Persönlichkeit durch Aktivierung und Deaktivierung unsere Gene.

Man hat also immer eine Chance. Sie liegt in einem selber. Und an das Unterbewusstsein kommt man heran, indem man sein Bewusstsein mit starken Gefühlen unterlegt.

 

Die Brücke zwischen Epigenetik und dem epigenetischen Prinzip ist die Zellteilung.

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