Nur wer macht macht Fehler

Hinterzimmerpolitik, leere Reden ohne Aussage, Ausflüchte und Sündenbocksuche. Den Dreck unter den Teppich zu kehren vergeudet Energien und vernichtet wertvolles Potential. Nicht umsonst heißt es: In jeder Krise steckt eine Chance.

Der Mensch ist fehlbar und Fehler machen ist menschlich. Die unsere Gesellschaft beherrschende Fehlerkultur aber ist eine Kultur voller Angst. Über die Angst haben schon andere viel geschrieben.

Als unverbesserliche Optimistin denke ich konstruktiv. Den Spieß einfach umdrehen bedeutet das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen, sondern von unten oder oben, je nach dem. Diese Logik arbeitet nach eigenen Gesetzten:

Nur wer macht macht Fehler.

Wer nichts macht macht keine Fehler.

Wer viel macht macht viele Fehler.

Wer viel macht ist fleißig.

Fleißig zu sein ist positiv.

Viele Fehler machen ist also positiv.

Hä?  –  Tatsächlich, Fehler machen ist positv!

Das ist Mengenlehre, mathematisch vollkommen richtig.

Mengenlehre: Es gibt Mengen, Teilmengen und Schnittmengen, wie die Farben eines Farbkreises, die sich in der Mitte zu einer neuen Farbe vereinigen.  Bei farbigem Licht ergibt sich als mittlere Schnittmenge weiß und bei Pigmentfarben nähert sich die Mischung schwarz an.

Hierauf transportier heißen die: Machen, Fehler und Lernen.

Lernen wir aus unseren Fehlern, sind wir reich an Erfahrung und können es besser machen.

Und deshalb ist die Schnittmenge auch nicht schwarz, sondern weiß. Die  Farben eines Optimisten mischen sich aus Licht.

Leugnen wir unsere Fehler bleiben wir im Status Quo hängen, unfähig uns weiterzuentwickeln. Wer seine Energie vergeudet um Fehler zu vertuschen, Ausreden zu finden oder einen Buhmann zu suchen, nimmt sich selbst seine Zukunft. Die Herausforderung für Weiterentwicklung heißt Selbstreflektion.

Fehler zu dramatisieren bedeutet oft nur Konkurrenz, Eifersucht, Neid und Missgunst zu füttern.  Der Fehlende lebt Abhängigkeiten bis sein Lebensraum mehr einem Haifischbecken gleicht statt einer vertrauensvollen Umgebung. Konstruktiv wäre, das entstandene Problem anzupacken und seine Energie in Lösungswege zu setzen.

Alleine schon aus Selbsterhaltungstrieb ist es besser, sich aus der Schlammschlacht rauszuziehen und den Shitstorm auszublenden.

Wie man das macht:  Höre nicht hin und lerne Spießrutenlaufen.

Und: Such Dir Gleichgesinnte.

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