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I am free and an Artist of Life.

Doch das Magische Viereck

Das Zusammenspiel verschiedener Wirtschaftsfaktoren beeinflußt sich wechselwirksam. Ich möchte die Werte hinterfragen. Wer mir folgen kann, der denke mit.

Arbeitslosenquote → soll gegen 0 gehen
Vollbeschäftigung mit lediglich vorübergehender Arbeitslosigkeit.
Beschäftigung ist alles, was einen gesellschaftlichen Sinn ergibt.
Beschäftigung darf nicht länger an einem Gehalt festgemacht werden (s. Hausfrauen, Ehrenamtliche), bzw. ein BGE anerkennt solche Engagements.

BGE als eine Art Sicherheit, sich nicht verheizen lassen zu müssen., den Sinn der Arbeit hinterfragen zu dürfen, der Arbeitsbedingungen, des eigenen Lebensplanes

Die eigenen Ressourcen sind begrenzt → ein lebenswertes Leben leben bedeutet auch auf sich und seine Gesundheit zu achten und Hochleistungsphasen mit Ruhephasen abwechseln zu lassen.

Export/Import → soll ausgeglichen sein
→ heute Überschuss
→ schon der Tourismus ist Export
→ sonst bringen wir die anderen Länder ins Ungleichgewicht (und müssen dort dann unterstützend mitfinanzieren) → sie ihre eigenen Ressourcen selber nutzen lassen

Geldwertstabilität → Inflationsrate 1 – 1,5 % angestrebt
Inflationsrate sollte dem Wirtschaftswachstum entsprechen
Mehr Geld ergibt keinen Mehrwert. Geld drucken ist keine Wertschöpfung. Wertschöpfung wird durch Arbeit erzielt, als bearbeiten.

Wirtschaftswachstum, Bruttoinlandsprodukt (BIP)
heute ständiges Wirtschaftswachstum angestrebt
→ Wachstum ist nur die Zusatzrate → sollte ab einem soliden Grundeinkommen gegen 0 gehen

Mehr Wirtschaftswachstum geht sonst auf Kosten der Natur oder anderer Staaten. Die Ressourcen sind begrenzt → global denken, wenn wir die Erde als lebenswerten Lebensraum erhalten wollen.

Eine solide Einkommensstruktur hat eher geringe Unterschiede zwischen Arm und Reich und ermöglicht es, allen Einwohnern am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
→ Was gut ist, kann durch Veränderung schlechter werden
→ Je größer die Unterschiede zwischen Arm und Reich, desto größer die Unzufriedenheit → Unruhen, Streiks (Zinseszins ablösen)
→ bei verhärteten Fronten etablieren sich Klassengesellschaften → Gefahr der Diktatur oder der Oligarchie

Europa als Gemeinschaft, Finanztransaktionssteuer, gemeinsame Steuer/Rentenpolitik, alles greift ineinander über. Wir Piraten können ein schlüssiges Konzept entwickeln und vorlegen. Global denken und national handeln, vor der eignen Haustür lokal.

Die Werte sind neu zu definieren. Unendliche Ziele wie Fairness und Menschlichkeit werden zeitnah konkretisiert auf die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens. Wie die Strahlen einer Sonne, werden sämtliche Bereiche des globalen Menschlichen Zusammenlebens darauf hin überprüft und schlüssige Konzepte erarbeitet.

BIP-Steigerung aus Rüstungsgewinnen sind abzulehnen. Rüstungsindustrie implizziert den Tod von Menschen. Das widerspricht humanistischen Werten.

Denn die heutigen Ziele wie Exportüberschuss und Wirtschaftswachstum widersprechen der globalen Gleichstellung aller Menschen genauso wie Gewinnmaximierung und Vollbeschäftigung. Gewinnoptimierung heißt das Zauberwort, und das für alle Beteiligten, einschließlich der Erde.

Bleibt das Management theoretisch und die Produktion für sich, werden sich die beiden Welten immer weiter entfernen und die Schere zwischen arm und reich immer weiter aufklaffen. Mitarbeiterschulung, Mitarbeiterbeteiligung,. Mitarbeiterentscheidungen → Gewinnbeteiligung! Das Mindesteinkommen ist ein Schritt in die richtige Richtung.

 

 

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TTIP und dann? Am Beispiel von Argentinien

Argentiniens Investitionsschutzabkommen.
Argentinien, das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den reichsten Ländern der Welt gehört hatte (1913 lag das Pro-Kopf-Einkommen auf dem Niveau Frankreichs und Deutschlands[1]), hatte seit der Absetzung von Juan Perón im Jahr 1955 eine sowohl politisch als auch wirtschaftlich instabile Phase durchgemacht. Es kam zu häufigen Regierungswechseln (viele Diktaturen bis 1983), die sich auch in einer Wirtschaftspolitik mit stark wechselnden Ideologien niederschlugen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise (Vorgeschichte und Ursache der Krise)

In den 1960er und 1970er Jahren hatten sich viele lateinamerikanische Staaten, insbesondere Brasilien, Argentinien und Mexiko, große Summen an Kapital von internationalen Gläubigern geliehen, um ihre Industrialisierung voranzubringen. Zu diesem Zeitpunkt wiesen diese Volkswirtschaften hervorragende Wachstumsraten und gute Aussichten aus, so dass die Gläubiger bereitwillig immer neue Kredite zur Verfügung stellten.
Viele Fehler in der Wirtschaftspolitik dieser Phase waren das Fundament für die Krise der Jahrtausendwende. In der neueren argentinischen Geschichte wechselte mehrmals die Haltung ob man sich ausländischem Recht unterwerfen soll oder nicht. 1976 erlaubte die Militärdiktatur mit dem Gesetz 21.305 argentinische Staatsanleihen nach dem Recht des Staates New York auszugeben. Von amerikanischen Anwälten der Argentinier wurde ein spezieller Vertrag für die Anleihen erstellt, das „Fiscal Agency Agreement“. Dabei wurde festgelegt, dass die Rückzahlung über einen New Yorker Treuhänder erfolgt. Im Vertrag wurde aufgenommen, dass alle Anleihen gleich bedient werden. Es wurde darauf verzichtet, eine Änderung der Bedingungen durch eine qualifizierte Mehrheit zu erlauben. Später wurden solche Bedingungen als Collective Action Clause bekannt. Dieser Fehler sollte sich in den 2000er Jahren bemerkbar machen, als nicht alle Gläuber einem Schuldenschnitt zustimmten.[2][3]
http://de.wikipedia.org/wiki/Lateinamerikanische_Schuldenkrise (Vorgeschichte und Ursachen de Krise)

1982 … Argentinien und Brasilien hatten einen großen Anteil ihres Geldes von US-Banken geliehen. Die USA wurden daher gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds zu den Hauptkoordinatoren der Umschuldungen.[71]
http://de.wikipedia.org/wiki/US-lateinamerikanische_Beziehungen (Latainamerikanische Schuldenkrise)

Während sich die Auslandsschulden dieser Staaten über die Jahre gefährlich akkumulierten, begann die Schuldenkrise erst als die internationalen Kapitalmärkte gewahr wurden, dass Lateinamerika seine Schulden nicht mehr wird zurückzahlen können.
1982 …Weil aber viele der lateinamerikanischen Forderungen kurzfristige Kredite darstellten, wurde die Krise erst verschärft als deren Refinanzierung (Prolongation) von den Banken verweigert wurde und somit die Darlehen fällig gestellt wurden. Somit waren plötzlich viele Milliarden an Krediten, die sonst jeder Zeit verlängert wurden, sofort fällig und zahlbar (Schneeballeffekt).
http://de.wikipedia.org/wiki/Lateinamerikanische_Schuldenkrise

Während die Auswirkungen der Globalisierung auf der ganzen Welt zu spüren waren, prägte die interamerikanischen Beziehungen in den 90er Jahren vor allem der Washington Consensus, der eine Reihe von neoliberalen Wirtschaftsreformen in Lateinamerika einleitete.
http://de.wikipedia.org/wiki/US-lateinamerikanische_Beziehungen (1990er Jahre: Neoliberalismus: Regionalismus in Lateinamerika)

„Plünderung des öffentlichen Vermögens durch eine betrügerische Elite“ (Ausverkauf des Landes) Argentinienshttp://de.wn.com/pr%C3%A4sident_von_argentinien# –> Finanzkrise und Kollaps von Argentinien

Der ersten Bush-Regierung … 1991 ist ein Vorstoß der USA, bei dem es erstmals nicht um sicherheitspolitische Erwägungen zu gehen schien, sondern um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit.[75] Mit dem Ende des Kalten Krieges und der dadurch entstandenen Diversität stand der US-Markt vor neuen Herausforderungen: Energieabhängigkeit, die Abhängigkeit vom globalisierten Markt, die wachsende Marktmacht anderer Handelsländer (z. B. asiatischer Rivalen) durch regionale Märkte (Freihandelszonen) und die Herausbildung grüner Technologien und deren Märkte.[74] Die außenpolitischen Interessen der USA hatten sich gewandelt: Nun standen ökonomische Ziele im Vordergrund; gesellschaftliche (z.B. Drogenhandel) und ökologische Probleme (z. B. Testfeld für umweltpolitische Strategien) in zweiter Reihe und die ideologische Verbreitung von Demokratie und Liberalismus ist zu einem Nebeninteresse herabgesunken
http://de.wikipedia.org/wiki/US-lateinamerikanische_Beziehungen (Interamerikanische Kooperation der USA)
Neben binationalen Freihandelsabkommen schlossen die USA eine Reihe von Investitionsschutzabkommen (BIT) mit lateinamerikanischen Ländern ab, die günstige Bedingungen für Direktinvestitionen schufen. Diese Verträge beinhalten „faire und angemessene Behandlung“, Schutz vor Enteignung, freien Warenverkehr und vollständigen Schutz und Sicherheit.

Solche Investitionsschutzabkommen schlossen die USA mit einer ganzen Reihe von Staaten ab: Haiti (In-Kraft-Treten 1983), Grenada (1989), Panama (1991, erweitert 2001), Argentinien (1994), Trinidad und Tobago (1996), Ecuador (1997), Jamaica (1997), Bolivien (2001), Honduras (2001). Verträge mit El Salvador (1999) und Nicaragua (1995) wurden unterzeichnet, aber nicht ratifiziert.
http://de.wikipedia.org/wiki/US-lateinamerikanische_Beziehungen (Investitionsschutzabkommen)
???

„Plünderung des öffentlichen Vermögens durch eine betrügerische Elite“ (Ausverkauf des Landes) Argentinienshttp://de.wn.com/pr%C3%A4sident_von_argentinien# –> Finanzkrise und Kollaps von Argentinien
Der Ausdruck Argentinien-Krise bezeichnet die letzte große Wirtschaftskrise in Argentinien zwischen 1998 und 2002, deren Auswirkungen bis in das Jahr 2005 zu spüren waren.
Die beiden Höhepunkte der Krise waren eine starke Rezession 1998/99 und der Zusammenbruch des Finanzsystems 2001/02, der am 21. Dezember 2001 zum Rücktritt des Präsidenten Fernando de la Rúa führte, dem eine Periode von großer politischer Instabilität folgte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise

Der „Linksruck“ Lateinamerikas vollzog sich durch die Wahlsiege sozialistischer Politiker bei den Präsidentschaftswahlen: … Néstor Kirchner in Argentinien (2003) … so stimmen sie sowohl in ihrer Ablehnung der Amerikanischen Freihandelszone überein als auch in dem Bestreben nach regionaler Integration ohne die USA
http://de.wikipedia.org/wiki/US-lateinamerikanische_Beziehungen (2000er Jahre: Demokratischer Sozialismus)

Ein weiterer Konflikt der Nachkrisenzeit war die lange Zeit ungelöste Frage der argentinischen Anleihen, die nicht mehr vom Staat bedient wurden. Ein großer Teil der Schulden Argentiniens wird von privaten Gläubigern reklamiert. Da Argentinien nach der Abwertung 2002 ohne ein extremes Sparprogramm nicht in der Lage gewesen wäre, den Zahlungen gegenüber den privaten Gläubigern nachzukommen, wurden Pläne für ein Umschuldungsangebot (canje) erarbeitet. Gegenüber den multilateralen Gläubigern wie Weltbank, IWF, usw. beglich Argentinien hingegen stets seine Verpflichtungen in voller Höhe (wenn auch teilweise mit zeitlicher Verzögerung).
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise (Weitere Entwicklung)

Diejenigen Gläubiger, die das Umschuldungsangebot nicht wahrgenommen haben, haben die Möglichkeit, zu versuchen, ihre Forderungen über die Pfändung argentinischen Staatsvermögens außerhalb Argentiniens zu realisieren.

Der von Paul Singer gemanagte Hedgefonds NML Capital, ein Tochterunternehmen von Elliott Management, erwarb in den letzten Jahren einen großen Teil der nicht umgeschuldeten Anleihen und strebt eine 100% Rückzahlung von dem Staat Argentinien an. Der New Yorker Bezirksrichter Thomas Griesa verurteilte Argentinien im Oktober 2012 zu einer Zahlung von 1,3 Milliarden US-Dollar an den Hedgefonds. Als weiteres Druckmittel wurde es Argentinien verboten andere Schulden zu bedienen solange der Hedgefonds nicht bezahlt wurde.[19] Da das Schlichtungsverfahren zwischen Argentinien und den Hedgefonds im Juli 2014 zu keiner Einigung führte, gilt Argentinien de jure als insolvent.[20
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise (Eintreiben offener Forderungen)
http://www.heise.de/tp/news/Argentinien-im-Abwehrkampf-gegen-Hedgefonds-und-US-Justiz-2230584.html (18.06.2014)

Argentinien klagt jetzt gegen die USA.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/argentinien-149.html (07.08.2014)
Die sozialen Folgen (der Krise) waren verheerend: Am Höhepunkt der Krise (Mitte 2002) betrug die Armutsrate 57 % und die Arbeitslosenrate 23 %. Seit Mitte 2002 erholt sich die Wirtschaft des Landes wieder. Sie wächst seit 2003 wieder (Wachstum 2003: 8,9 %, 2004: 8,8 %).
Der Anteil der Staatsverschuldung in Devisen machte im Jahr 2002 92 % des BIP aus, im Jahr 2011 nur noch 9,6 %.
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise

Auffällig ist, wie stark die Ergebnisse zur sozioökonomischen Realität von offiziellen Statistiken abweichen. Während etwa der Anteil der in Armut lebenden urbanen Bevölkerung in der UCA-Publikation im Jahr 2012 mit etwa 25 Prozent ausgewiesen wird, liegt dieser nach Angabe des Nationalen Instituts für Statistik und Zensus (INDEC) bei lediglich 5,4 Prozent. Zehn Prozent der Hauptstädter leben laut UCA in prekären Wohnverhältnissen ohne Anschluss an das Abwassernetz und die Gaszufuhr. In absoluten Zahlen sind dies rund 140.000 Menschen.
https://amerika21.de/2013/12/96093/argentinien-sozialdaten

Fragen:
Was waren die Folgen des Investitionsschutzabkommens?
Was waren die Folgen von Neoliberalismus und einer korrupten Politik?
http://www.kompetenzla.uni-koeln.de/fileadmin/WP_Kaltmeier.pdf

Dieser Text ist eher ein Entwurf und läd zur Benutzung und Weiterverarbeitung ein.

Globale Werte und das Magische Viereck

Auf Wirtschaftsgymnasium lernte ich das Magische Viereck kennen, einem volkswirtschaftlichen Modell, nachdem sich unser Wirtschaftssystem ausrichtet. Das Zusammenspiel von Geldwertstabilität, Wirtschaftswachstum, Import/Export und Arbeitslosenquote verhält sich dabei wie ein Wackelpudding, ständig in Bewegung, weil die einzelnen Ziele sich gegenseitig widersprechen.

Das Magische Viereck, Lernstoff zukünftigen Manager:

http://www.wirtschafts-lehre.de/magisches-viereck.html

http://www.helpster.de/zielkonflikte-magisches-viereck-leicht-erklaert_62545#anleitung

http://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Viereck

Was nutzt denn eine Theorie, wenn sie nicht praxistauglich ist, war meine Frage.
Seit 30 Jahren lässt mich das Magische Viereck nicht mehr los. Gewinnbeteiligung, BGE und Gemeinwohlprinzip mit bürgereigenem Rating waren Meilensteine auf dem Weg das Unpassende passend zu machen. Der letzte Hinweis war der gänzliche neue Ansatz der Piraten, sich gegen eine Vollbeschäftigung auszusprechen. Die einzelnen Punkte zusammengesetzt ergeben eine ganz neue Definition des Magischen Vierecks.
Hindernisse auf dem Weg dahin war alleine schon der Name: Magisches Viereck, was hat Magie in der Ökonomie zu suchen, sagten die einen.
Magisches Viereck, in den Büchern steht aber was ganz anderes, sagten die anderen.
Alles Unsinn, werteten die Fach… mit dem Anspruch, dass ökonomische Theorien überhaupt nicht aufgehen brauchen.
Die Realität lehrt uns etwas anderes: Das echte Leben findet in der Praxis statt.
Was nutzen uns alles unsere innovativen sozialen Ziele, wenn die Wirtschaft, führend aus dem Management großer Konzerne, eine andere Handschrift diktiert?
Bildung ist Ländersache. Rahmenlehrpläne für Schulen, insbesondere Wirtschaftsgymnasien und Berufsschulen (Ausbildung der Kaufleute) werden von der Landesregierung vorgegeben. Die Lehre (Hochschulen) ist frei, aber Ministerien geben Forschungsprojekte in Auftrag. Heute schon gibt es Professoren, die Gemeinwohl unterrichten. Es spricht sich rum.

Wir müssen global denken, aber unser Spielfeld muss Europa sein, wollen wir morgen noch ein lebenswertes Leben führen.
Und hier noch etwas zur Schweiz, die eine Volksabstimmung zum BGE durchführt:
http://www.br.de/mediathek/video/nie-wieder-arbeiten-das-grundeinkommen-fuer-jeden-100.html

Werte in der Ökonomie für eine Globale Welt und das Magische Viereck
Das Zusammenspiel verschiedener Wirtschaftsfaktoren beeinflusst sich gegenseitig.
Die Ökonomielehre, also Volkswirtschaftlehre vertritt immer noch Werte, die sofort zum Kollaps der ganzen Erde führen würden, wenn man sie auf die ganze Welt global umgesetzten würde.
Wir haben ein Schneeballsystem, das nur solange funktioniert, solange es reiche Länder und arme Länder gibt. Momentan missbrauchen wir Armen Länder, die wir ausbeuten und benutzen können.

In der Lehre, Ausbildung und Politik für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft (Ökonomie) müssen neue Werte formuliert werden:

1. Heute haben Unternehmen in unserer Marktwirtschaft das Ziel von Gewinnmaximierung. Das soll durch Gewinnoptimierung ersetzt werden. Gewinnoptimierung im Sinne von einem Gemeinwohl . Das Ziel eines Unternehmens soll optimal sein für alle Beteiligten: für Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Angehörige, Arbeitslose, die Umwelt, Europa, die ganze globale Welt mit allem, was sich auf ihr befindet. Gesetze und Verordnungen, die den Markt betreffen, sollen daran angepasst werden. Dazu soll ein Ratingsystem eingeführt (s. 2.).

2. Die Arbeitslosenquote soll aus dem Bewertungssystem eines Staates/de Länder herausgenommen werden. Die Arbeitslosenquote soll durch Lebensqualität ersetzt werden. Zu einer Bewertung müssen Faktoren wie Zeit, Gesundheit, Rechte, Familie, Bildung, Selbstbestimmung und Wohnumfeld mit herangezogen werden.
Wir Piraten setzen uns dafür ein, dass ein eigenes gemeinsames europaweites Ratingsystem nach dem Gemeinwohlprinzip die Lebensqualität bewertet. Die Kriterien sollen mit Bürgerbeteiligung öffentlich diskutiert und festgelegt werden. Politik und Verwaltung  sollen die Voraussetzungen dafür schaffen.
Die eigenen Ressourcen sind begrenzt. Der einzelne Mensch darf nicht als Humankapital dem Wertesystem des Geldes untergeordnet werden. Ein Recht auf Existenz und gesellschaftliche Teilhabe sowie selbstbestimmte Lebensführung ist von der Regierung anzustreben und zeitnah herbeizuführen.

3. Export und Import sollen ausgeglichen sein. Heute bringen wir durch unseren Export-Überschuss die anderen Länder ins Ungleichgewicht. Dann müssen dort dann unterstützend mitfinanzieren, sonst haben wir keinen Markt mehr. Wir sind keine Insel.
Aufbauländer sollen wenn immer das möglich ist, ihre eigenen Ressourcen selber nutzen können. Sie dürfen nicht ausgebeutet werden. Dazu gehören faire Preise und fairer Handel. Dazu müssen wir unser eigenes Konsumverhalten verändern. Nachhaltiges Konsumverhalten ist nur, was langfristig für die Welt gut ist. Der Verbraucherschutz soll gestärkt werden und ein Recht auf Aufklärung gesetzlich für alle Lebensbereiche verankert werden.
Die Regierung soll ein Bewusstsein für ein nachhaltiges Konsumverhalten mit fairen Preisen fördert und selbst voran geht.

4. Die Inflationsrate soll 1-1,5 % nicht überschreiten. Es soll angestrebt werden, dass sie dem Wirtschaftswachstum gleich ist. Die Angleichung soll in alle Lebensbereiche vordringen. Unser Finanz- und Steuersystem ist so neu zu ordnen, dass die Realwirtschaft gestärkt wird. Das soll auf Europa überragen werden.
Die Regierung soll ihre Finanz- und Steuerpolitik daraufhin ausrichtet.

5. Das Ziel eines ständig wachsenden Wirtschaftswachstums müssen wir aufgeben. Wirtschaftswachstum bedeutet eine ständig steigende Zusatzrate, gemessen als Bruttoinlandsprodukt (BIP). Der Bestandsschutz soll übergeordnet werden. Mehr Konsum bedeutet nicht mehr Lebensqualität. Wirtschaftswachstum darf nicht auf Kosten der Natur oder anderer Nationen gehen.
Unsere Ressourcen sind begrenzt: Global denken muss gefördert werden, wenn wir die Erde als lebenswerten Lebensraum erhalten wollen.
Die Regierung soll die Rückführung von privatwirtschaftlichen Tendenzen in auf Gemeinwohl ausgerichtete Unternehmensformen. wie z.B. Genossenschaften, fördern und vorantreiben.

6. Flache Hierarchien sind in Politik und Wirtschaft anzustreben. Das bedeutet Angleichung von Rechten und Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Beteiligungsmöglichkeiten sollen auszuweiten werden. Das kann erfolgen durch erweiterte Mitarbeiterschulung, Mitarbeiterentscheidungen und Mitarbeitererfolgsbeteiligungen. Einkommensunterschiede sind anzugleichen. Managergehälter sind zu begrenzen und zu den Einkommen ihren Arbeitnehmer in Beziehung zu setzen.
Die Gesellschaftsgruppen sollen sich schon in Ausbildung, Studium und Praktika mit den unterschiedlichen Perspektiven der anderen Bevölkerungsgruppen auseinandersetzen. Verständnis fördert ein gemeinsames Entscheidungsmanagement in Wirtschaft und Politik. Die Voraussetzungen dafür sollen Regierung und Landesregierungen im Bildungs-, Ausbildungssystem ermöglichen.
Flache Hierarchien und geringe Einkommens-Unterschiede sind Faktoren für sozialen Frieden, aber auch für Verwirklichung Persönlichkeitsrechten und selbstbestimmter Lebensführung.

Weiterführende Literatur:

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

http://www.gesetze-im-internet.de/gg/

 

Was wir wollen

Ich gebe viel auf das Wort Aussprache. Funktioniert das auch im öffentlichen Raum?

Je mehr ich nachdenke: Es braucht nicht viele Worte:
Eigenlich steht alles in unserem Grundsatzprogramm.
Und im Kodex.

Dabei sind die Tendenzen gut: Bei den Diskussionen verschaffen sich
immer mehr Stimmen Gehör, die sich für Mäßigung, für Humanität und für
Solidarität starkmachen und das durchaus auch auf der Metaebene.

Warum funktionierte es nicht?
Weil wir es selbst nicht sind:

  • „Aber dass hier ist doch harmlos“ -> aus klein wird groß -> die Einstellung bleibt -> regelmäßig überprüfen, oder es ist besser harmlos zu bleiben
  • „Aber das sind doch meine Freunde“ -> bei den anderen nennen wir es Seilschaften, Vetternwirtschaft und Lobbyismus
  • „Aber dass muss so sein, sonst läuft alles aus dem Ruder“ -> bei den anderen nennen wir es Hinterzimmerpolitik – eigentlich wollten wir Transparenz in einer Mitmachpartei
  • „Bloß keine Schwäche zeigen“ -> Fehler werden unter den Teppich gekehrt und werden zu Katastrophen

Und dann natürlich wie immer durch die Jahrhunderte: Brot und Spiele:
Wer einen Fehler macht, wird den Löwen vorgeworfen und der Pöbel johlt.

GG 21 (1): Ein Auftrag von Parteien ist die politischen Meinungsbildung.
Stimmt was mit unserer politischen Meinung nicht, oder warum
funktioniert es nicht?

Werte wie Transparenz und Schutz der Persönlichkeitsphäre sind doch gute
Werte. Was fehlt also?
Was fehlt ist ein großes Stück Offenheit und Ehrlichkeit und die
Solidarität.

Schwierig in einer Gesellschaft, wo der Schuldige im Fokus steht und
deren Wirtschaftssystem auf Verdrängung beruht.

Wir sind aber gut! Wir packen es an!
Werden wir es schaffen:
Transportieren wir das Ziel doch ins Unterbewußtsein:
Bitte mit starken Gefühlen unterlegen und immer wieder wiederholen:
Piraten durchschlagen Gordische Knoten.

Gegen sein Unterbewußtsein kommt keiner an!

Zweierlei Maß funkioniert nicht. Jeder sollte sich Fair-sein-wollen in sein Gehirn einbrennen. Nur so landet es im Unterbewußtsein.

Psychologie ist genauso stringent und logisch wie Technik.
Zweierlei Maß funktioniert nicht. Jeder sollte sich Fair-sein-wollen in
sein Gehirn einbrennen. Nur so landet es im Unterbewußtsein.

Psychologie ist genauso stringent und logisch wie Technik.

Wenn wir nicht Kurs halten, kommen wir überall raus, nur nicht da, wo wir hinwollen.

Gleichstellung – Equal Pay

Gleichstellung ist ein emotional sehr aufgeheiztes Thema. Der Erste Gleichstellungsbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (im Weiteren: BMFSFJ) bringt Fakten. (siehe Seitenzahlen)

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Erster-Gleichstellungsbericht-Neue-Wege-Gleiche-Chancen,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

Gleiches Geld, gleiche Chancen, gleiche Entwicklungsmöglichkeiten

Gleichstellung bedeutet Gleichwertigkeit. Erreicht, wenn Arbeitgeber beim Einstellungsgespräch nicht mehr wissen können, welcher Bewerber in der Kindererziehungsphase ausfallen wird. Eine gesellschaftliche positive Wertung für Karrierefrau (statt Rabenmutter) und Hausmann hat Vorbildcharakter. Erst wenn Männer bereitwillig Kinder erziehen oder Eltern pflegen, werden Frauen gleiche Entgelt- und Karrierechancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

 Knotenpunkte für Ungleichheiten sind Berufswahl, Berufseinstieg, Berufstätigkeit und Rente.

Frühe Entscheidungen können weitreichende Folgen haben. Junge Frauen haben mittlerweile oft bessere Schul-Abschlüsse als junge Männer.  Nach Gleichstellung in Schule/Ausbildung/Studium folgt dann allerdings oft wieder Ungleichheit.

Frauen und Kinder

Alten Strukturen machen es jungen Generationen schwer. Oft werden traditionelle Geschlechter rollen von den Betroffenen gar nicht gewollt. Wahlmöglichkeiten für Eltern müssen geschaffen werden:

Öffnungszeiten der KiTas, Schulen und Ärzten, öffentlicher Nahverkehr (Mobilität) und Gleitzeit sind Eckpunkte für Gleichstellung.

Steuerliche Vergünstigungen für Einzelpersonen oder Lebensgemeinschaften sind an die Versorgung von Kindern und schwachen Menschen zu binden.  So fordern die Piraten in ihrem  Grundsatzprogramm die Abschaffung des Ehegattensplittings und nicht nur sie.

https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Geschlechter-_und_Familienpolitik

Berufseinsteigerinnen erwartet oft schon ein erheblich geringeres Grundgehalt, nicht nur eine Frage des Selbstbewusstseins und des Verhandlungsgeschicks. Frauen werden oft von vorne herein im Karriereplan nicht für Führungspositionen vorgesehen. Hier besteht ein kollektives Vertrauensdefizit, mit dem junge Frauen belegt werden. Sie werden vom Arbeitgeber in eine Art „Sippenhaft“ genommen. Diese  alten Strukturen machen es jungen Generationen so oft schwer,  gleiche Augenhöhe in Kompetenz, Fähigkeiten und Perspektive in die Gesellschaft einbringen zu können. (S. 128)

Der Anteil der Frauen, die in den letzten fünf Jahren mehr Gehalt und eine bessere Position nachgefragt haben, ist mit 59,1 Prozent fast genauso hoch wie jener der Männer (61,7 Prozent). Dennoch sind die Männer erfolgreicher. Das hängt damit zusammen, dass Frauen seltener gefragt werden, die Zeitabstände zwischen Gehaltserhöhung und Beförderung bei Frauen länger sind und sie seltener gleichzeitig eine Gehaltserhöhung und eine Beförderung erreichen. Und, bei Gehaltsverhandlungen zeigen Frauen mit Familie nicht die gleiche Härte wie ihre Partner. (S. 140)

Berufseinstseigerinnen sollten sich, bevor sie in Gehaltsverhandlungen gehen, bei Vergleichsbetrieben, Gewerkschaften und dem Personalbetriebsrat informieren.

Das Modell der zu Hause wartenden Ehefrau, während der Mann viel arbeitet, ist überholt. Bedeutet Kinderkriegen für Frauen erhebliche Nachteile im Berufsleben („Narbeneffekt“), wird dadurch Familiengründung verhindert. Zudem ist  durch die längeren Ausbildungszeiten das Zeitfenster eng. Frauen wollen dann einfach nicht mehr. Gerade die Bildungselite gräbt sich selbst das Wasser ab, sorgt sie nicht für familiengerechte Hochschulen und Anerkennung  der Kompetenz der Frauen im Beruf. Vor allem unter hochqualifizierten Frauen ist der Anteil derer, die erst sehr spät ein Kind bekommen oder kinderlos bleiben, angestiegen. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) werden mehr als ein Drittel der westdeutschen Universitätsabsolventinnen kinderlos bleiben.  (S. 126)

Die Ehe wie ein Rechtsgeschäft zu betrachten und einen Ehevertrag auszuhandeln, würde vorbeugen. Die familiäre Situation ist immer wieder neu auszuhandeln. Der Punkt Karriereknick durch Kindererziehungszeiten wäre hier zu thematisieren, ebenso eine Aufteilung der Elternzeit, Finanzplanung und Zeitplanung. Hier müssen Möglichkeiten geschaffen werden.

Bei einer Trennung versuchen viele Mütter, den Einkommensverlust durch verstärkte eigene Erwerbstätigkeit bald zu auszugleichen. Trotzdem verdoppelt sich ihre Armutsrisikoquote innerhalb des ersten Jahres nach der Trennung. (.S. 124)

Besonders häufig waren in den letzten Jahren Alleinerziehende auf die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Ende 2008 waren es 41,4 Prozent der Alleinerziehenden, unter den Alleinerziehenden mit drei und mehr Kindern sogar rund 72 Prozent. (S. 149)

Erwerbsfähige Hilfebedürftige mit Migrationshintergrund sind zu etwa 55 Prozent weiblich.

Zwei von drei der Mütter in erwerbstätigem Alter sind berufstätig, aber häufig in geringfügiger Beschäftigung. Migrantenkinder, die oft trotz hoher Begabung lediglich einen Hauptschulabschluss vorweisen können. Eine Gruppe, die früh gefördert werden muss. (S. 149f)

Immer mehr Kinder fallen durch unser Bildungssystem. Es gibt eine immer größere Zahl von armen Kindern, wo beide Eltern keinen Berufsabschluss haben. Daraus erwächst sich ein Sockel von Mitgliedern unserer Gesellschaft, die stark Ghetto-gefährdet sind.

Vergleichszahlen

2009 sind in Deutschland 66,2 Prozent Frauen erwerbstätig. Das ist der 6. Rang im Vergleich der EU-Länder und liegt deutlich – um mehr als sieben Prozentpunkte – über dem Durchschnitt der EU 27-Länder (Eurostat-Datenbank).“ (S. 111)

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (2010) lag der prozentuale Unterschied

Im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen 2008 insgesamt bei 23,2 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union (18 Prozent).“ (S. 137 f)

Insgesamt wurden 18 Prozent des Lohnunterschiedes zwischen Männern und Frauen auf die unterschiedlich häufigen und langen Unterbrechungen für Elternzeit zurückgeführt. Auch Frauen,  die nur ein Jahr wegen Kindererziehung unterbrochen hatten, erreichten später nur noch 95 Prozent des Lohnniveaus einer vergleichbaren, durchgängig erwerbstätigen Frau. (S. 124)

Mindestlohn und Aufwertung von typischen Frauenberufen würden helfen (Branchen in Beziehung setzen). Die häufige Unterbewertung von Frauentätigkeiten resultiert aus  Vorurteilen und geschlechterbezogenen Stereotypen hinsichtlich typischer Frauenberufe (zum Beispiel in sozialen und Dienstleistungs-Segmenten) (S. 144

Frauen in Führungspositionen

Auch in typischen Frauenberufen besetzen Männer oft die Führungsrollen (Frauenberufe in Männerregie). Die Ansprüche  der Wirtschaft an Flexibilität  (zeitliche und räumliche Verfügbarkeit) aus bedeuten häufig, dass Führungskräfte sich nicht durch häusliche Pflichten in ihrer Arbeit behindern lassen können.  Parallele lassen sich  beide Karrieren dann fast unmöglich verfolgen, wenn Kinder (oder andere hilfebedürftige Personen) zu versorgen sind. Wenn Gleichheit nur durch eine „Vermännlichung“ erreicht werden kann, widerspricht das  den Wünschen der meisten Frauen und Männer und erschwert auch die Verwirklichung anderer Ziele, z.B. Wünsche nach Kindern, sozialer Betätigung etc. (S. 124)

Hier müssen mehr Teilzeitmodelle für Führungskräfte möglich sein.

Frauen sind so in den Spitzenpositionen der Wirtschaft nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Je höher die Funktion in einem Unternehmen ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese von einer Frau ausgeübt wird (Effekt der „gläsernen Decke“). Entsprechend zeigt sich bei der Besetzung der Aufsichtsräte, dass der Frauenanteil in den Top-200-Unternehmen nur knapp 10 Prozent beträgt. Und das größtenteils nur, weil in einigen Branchen Frauen von der Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnenvertretung in die Aufsichtsräte entsandt werden müssen. (S. 134)

Schwierig ist eine Quotenregelung im privatwirtschaftlichen Bereich. Quoten in Aufsichtsräten und Führungspositionen sind zu diskutieren.

Die Öffentlichen Haushalte sollten mit gutem Beispiel vorangehen und Öffentliche Auftragsvergabe als Instrument von Gleichstellungspolitik benutzen.

Frauen im Niedriglohnsektor

Neben ungewollter Teilzeitarbeit oder Mini-Jobs finden sich Frauen oft wieder in schlecht bezahlten Tätigkeiten mit geringen Aufstiegschancen, dem Niedriglohnsektor wieder. (S. 46)

Der Anteil der niedrig bezahlten Frauen lag 2007 bei 29,3 Prozent gegenüber 13,8 Prozent bei den Männern. (S. 141)

Nur ein Teil dieser Geschlechterdifferenz bei den Löhnen lässt sich durch Unterschiedliche Ausstattungsmerkmale von Frauen und Männern erklären. Nach wie vor umfasst die Lohnlücke auch einen schwer zu quantifizierenden Anteil an Diskriminierung. (S. 157)

Teilzeitbeschäftigte erhalten in Deutschland einen um durchschnittlich 4,17 Euro niedrigeren Stundenlohn als Vollzeitbeschäftigte (2008), eine „Lohnstrafen für Teilzeitarbeit“. Die Erweiterung der Minijobs im Zuge der Neuregelung von Hartz II hat die Situation noch verschlechtert. Während sie in den neuen Bundesländern eine größere Zahl von Frauen (relativ unabhängig von ihren Partnerbeziehungen) in die Nähe der Armutsgrenze bringt, ist sie für westdeutsche Frauen mit einer Verstärkung der Abhängigkeitsbeziehungen von ihren Partnern verbunden“ ( S. 142 f

Gleichstellung als gesellschaftliches Leitbild

Die Finanzen unseres Sozial- und Steuersysteme stabilisieren sich mit  Frauen als vollwertige Beitragszahler, statt nur mit abgeleiteten Ansprüchen. Die Kosten der Nicht-Gleichstellung übersteigen die der Gleichstellung bei weitem. Gleichstellung entspricht den veränderten Bedürfnissen der meisten Frauen und Männer und ist auch ein wesentlicher Innovationsfaktor. (S. 48)

Gerade soziale Berufe werden stark von Frauen ausgeübt. Hier darf nicht ausgenutzt werden, dass Zufriedenheit im Beruf auch mit einer geringen Bezahlung  erreicht werden kann.

Die starke Zunahme von psychischen Krankheiten kommt nicht von ungefähr.

Das Humanvermögen unserer Gesellschaft ist unser größter Schatz. Das geistige Kapital von Männern und Frauen kann nur sein volles synergetisches Potential entfalten, wenn Frauen von Männern eine angemessene Anerkennung erfahren.

Die Vielfalt zeigt sich durch den Zugang. Die politische Möglichkeit für eine gleichberechtigte Gesellschaft mit mehr Gerechtigkeit wird geschaffen durch Menschen, die das wollen. Die Hälfte der Menschen sind Frauen. Männer orientieren sich an Frauen. Sie wurden von Frauen erzogen und haben oft Frauen an ihrer Seite.

Auch wenn zurzeit noch viele Bereiche stark hierarchisiert sind, kann Arbeitsteilung und Wertschätzung eine Umwälzung herbeiführen.

Die Zukunft gehört beiden Geschlechtern. 

Auf gleicher Augenhöhe.

Das BGE und das Magische Viereck

Wir setzen uns für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ein, Ziel: Das „Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe“.

Das BGE ist kein Geld fürs Faulenzen. Lassen wir den Futterneid weg, birgt das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ein enormes innovatives Potential.

In unserer Gesellschaft ist nicht genug Arbeit für alle da. Warum sollte dann die Existenz von einer Arbeit abhängig sein?

Wer seine Kinder erzieht, Eltern pflegt, ehrenamtlich tätig ist, in Kunst, Politik oder sozialen Bereichen wirkt, solle leben dürfen, ohne zum Almosenempfänger degradiert zu werden. Und wer ein Auto möchte, Urlaub oder ein eigenes Haus, der wird nach wie vor arbeiten wollen.  Der Mensch strebt von Natur aus, sich etwas aufbauen zu wollen. Dieses Potential ist zu wecken.

Jeder sollte sich klar darüber werden: Welchen Preis bin ich bereit wofür zu zahlen? Was brauch ich, was will ich, was ist mein Lebensmodell? Zeit contra Geld, zwei Waagschalen die sich auspendeln müssen. 

Erkläre den Kindern die neue Welt und in 20 Jahren wir haben sie.

 

Ökonomischer Ansatz zum BGE

Nach dem Krieg war alles zerstört. Das Geld für den Wiederaufbau kam aus den USA (Marshall-Plan). Das war eine unwirkliche Phase, keine normale Realität. Es konnte ein sehr schnelles Wachstum realisiert werden. Die erste Waschmaschine, das erste Radio, später den ersten Fernseher. Bis zu welchem Maße erhöhen Gegenstände die Lebensqualität und erleichtern die Arbeit? Die Kurve flachte ab. Anstatt dies als gegeben hinzunehmen, wurde das Wirtschaftswunder zum Maßstab für eine florierende Wirtschaft. Eine Wirtschaft ständig am Limit. 

Wo brachte uns das hin: Sinnentleerte Produkte, deren Bedarf erst manipulativ kreiert werden muss, bereichern nicht, sondern zwängen uns ein. Lebenszeit wird in die Waagschale geworfen und wiegt schwer. Außerdem muss der ganze Kram verwaltet werden.

Die Revolution ist in unseren Köpfen. Wir hinterfragen. Was brauchen wir, was macht uns krank. Dem eigen Rhythmus folgen können, schützt vor Krankheiten, ebenso ein soziales Netzwerk, eine sinnvolle Aufgabe. Kann Arbeit das leisten? Ja, zumindest könnte sie es.

Ein Bedingungsgrundes Grundeinkommen schützt den Rücken. Es lässt uns die Wahl. 

So unsinnige Modelle wie Aufstocker, keine Zeit und kein Geld, könnten keine Akzeptanz finden. Ein starker Rücken entlastet unser Gesundheitssystem.

Schritte zum BGE sind Mindestlohn, Sockeleinkommen, Abschaffung von Sanktionen, verbesserte Arbeitsbedingungen. 

Das reicht aber nicht. Unsere Konsumgesellschaft muss hinterfragt werden. Wir müssen uns darüber klar werden, was brauchen wir, was bereichert unser Leben, was wollen wir.

Die Werte der Wirtschaft müssen hinterfragt werden. Wer trägt wofür Verantwortung, welche finanzielle Anerkennung steht ihm dafür zu. Wer trägt welches Risiko, wie ist das zu bewerten. Wer hat was gelernt, wer kann was, wer bringt was mit, möchten wir das anerkennen? Was ist moralisch angemessen, was ist unsittlich. 

Der Arbeitnehmer als Unternehmer auf gleicher Augenhöhe mit dem Chef, der sein Unternehmen eigenen Leben unternimmt. Das weckt Potential, ist aber nicht mehr so einfach zu händeln, weder für Arbeitgeber noch für Gewerkschaften. Flexibel bleiben und Machtansprüche abgeben, damit hadern viele.

Druck erzeugt Gegendruck. Krawalle, Zerstörungswut, Krankheiten, Gewalttaten, Kriege kosten immens. Wir müssen über die Grenzen denken, nicht nur wenn es um Finanzen geht. Flache Hierarchien und Ausgewogenheit erzeugen keinen Neid. Der Lebensstandard aller Länder muss sich angleichen. Wir zerstören damit unsere Erde, sind wir nicht bereit, gleichzeitig unsere Ansprüche herunterzufahren. 

Ein abgesicherter Mensch, der sich frei entfalten darf, ist innerlich aufgeräumt, friedlich, freundlich. Er hat Zeit zu beobachten und sich Gedanken zu machen über sich, seine Mitmenschen, über Gott und die Welt. Denken bildet, gesunden Menschenverstand.

Der Zinseszins

Was stimmt nicht mit unserer Wirtschaft? Schon das grundlegende Prinzip des Zinseszinses nicht. Und damit meine ich nicht nur den Sparzins. Unsere Steuergelder schaffen kein Gemeinwohl mehr, sondern bedienen von Staat bis Kommunen lediglich dien Zinseszins. Für  Handlungsspielräume bleibt kaum noch etwas übrig. Auf der anderen Seite investieren die Verdiener der Anleihen in Wertpapiere an der Börse oder investieren in Immobilien und Ländereien. Der Ausverkauf der Welt hat begonnen.

Wem gehört das Vermögen? Den Menschen, die sich Staatsanleihen leisten können, also mehr Geld als zum Leben zur Verfügung haben. Und mit Zinseszins meine ich auch Renditen, die diese Anleihen wieder abwerfen.

Die Einen investieren ihre Steuergelder in Tilgungen und die anderen erwirtschaften Vermögen, dass sie weiter anlegen.

Und genau hier ist der soziale Ansatz, der in der Ökonomie so gerne verschwiegen wird. Bzw. der asoziale Ansatz!

http://www.kurswechsel.org/front-page/?searchterm=Reichtums-/Armutsuhr

Was zur extremen Beschleunigung von Finanzblasen (virtuelles Geld ohne Gegenwert) geführt hat,  ist letztendlich nicht nur die fehlende Transaktionssteuer, sondern vor allem der Zinseszins so schon im Alten Testament (Josphspfennig) erkannt und auch von Karl Marx angeprangert). Dadurch werden Kredite in Intervallen von 50 bis 100 Jahren stets zum Selbstläufer, der die Kluft zwischen Arm und Reich unweigerlich vergrößert. Regelmäßig gibt es einen Schuldenschnitt, eine Währungsreformen oder Revolten oder Kriege, die einen Neuanfang zwingend machen.

Unser ganzes Handelssystem beruht auf dem System des Zinseszinses (Belohnung für das Vertrauen und das Risiko, Geld zu verleihen). Abgeschafft werden konnte er schon seit 3000 Jahren nicht. Wir müssen die Prämissen ändern und Alternativen entwickeln. Aber hier traut sich aber keiner so richtig ran.

Ein Ansatz, dies zu entschleunigen ist die Gleichstellung des Steuersatzes von Steuern aus Arbeitseinkommen und die aus Vermögenseinkommen. Heute wird Arbeit mit ca. 45% versteuert und Vermögen mit ca. 25%. Dadurch toppt die Rendite aus Vermögen zwangsläufig die der aus Arbeit. Laut Angebot und Nachfrage konzentriert der Markt sich auf attraktive Geldanlagen, was schnell zu faulen Paketen führt und geführt hat. Blasen platzen, das ist ein Naturgesetz.

Die Einführung eines BGEs erfordert also eine Umstrukturierung unseres Steuer- und Finanzsystems, sonst würde der soziologische Ansatz (woraus sich der Sinn ergibt) nicht greifen. Alle Kritik, die dies außer Acht lässt, ist als nicht relevant anzusehen, da Prognosen nicht greifen, wenn von falschen Annahmen ausgegangen wird.

Alles ist bezahlbar, wenn die Bevölkerung es will.

Das Magische Viereck

Das Zusammenspiel verschiedener Wirtschaftsfaktoren beeinflusst sich wechselwirksam. Die Volkswirtschaftslehre  hat ihre eigenen Gesetze. Das „Magische Viereck“ setzt Arbeitslosenquote, Wirtschaftswachstum, Geldwertstabilität und Import/Export miteinander in Beziehung.

Wirtschaften ist aber kein Selbstzeck, sondern soll dem Menschen dienen. „Das Magische Viereck“ hier unter dem Gesichtspunkt des BGEs.

Als erstes ist  das momentane Ziel der Gewinnmaximierung durch Gewinnoptimierung zu ersetzen: optimal für alle beteiligten: Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Angehörige, Arbeitslose, die Umwelt, Europa, die globale Welt mit allem, was sich auf ihr befindet.

Dann möchte ich die einzelnen Werte des Magischen Vierecks hinterfragen:

1. Arbeitslosenquote → soll gegen 0 gehen, Vollbeschäftigung mit lediglich vorübergehender Arbeitslosigkeit. – Beschäftigung ist alles, was einen gesellschaftlichen Sinn ergibt. Beschäftigung darf nicht länger an einem Gehalt festgemacht werden (s. Hausfrauen, Ehrenamtliche), bzw. ein BGE anerkennt solche Engagements.

BGE als eine Art Sicherheit oder Versicherung, sich nicht ausbeuten lassen zu müssen, den Sinn der Arbeit hinterfragen zu dürfen, der Arbeitsbedingungen, des eigenen Lebensplanes.

Die eigenen Ressourcen sind begrenzt: Ein lebenswertes Leben leben bedeutet auch, auf sich und seine Gesundheit zu achten und Hochleistungsphasen mit Ruhephasen abwechseln zu lassen. Die Frage: Wofür bin ich bereit, meine Lebenszeit zu verbrauchen? Verdrängungswettbewerb und Wegwerfgesellschaft? Wohl kaum.

2. Export/Import → soll ausgeglichen sein (heute haben wir Export-Überschuss: schon der Tourismus ist Export): sonst bringen wir die anderen Länder ins Ungleichgewicht (und müssen dort dann unterstützend mitfinanzieren). – Und genau hier stehen wir heute.

Es gehört auch dazu, die Aufbauländer (Entwicklungsländer) ihre eigenen Ressourcen selber nutzen zu lassen (und sie nicht auszubeuten).

3. Geldwertstabilität → Inflationsrate 1-1,5 % angestrebt Inflationsrate sollte dem Wirtschaftswachstum entsprechen. – Mehr Geld ergibt keinen Mehrwert. Geld drucken ist keine Wertschöpfung. Wertschöpfung wird durch Arbeit erzielt, bearbeiten. Wer profitiert hier, die Frage sollten wir uns immer wieder stellen.

Der Zinseszins ist zu ersetzen, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen.

4. Wirtschaftswachstum → Bruttoinlandsprodukt (BIP), heute wird ständiges Wirtschaftswachstum angestrebt: Wachstum ist nur die Zusatzrate. – Sollte ab einem soliden Grundeinkommen gegen 0 gehen, das bedeutet Stabilität. Ab da, wo mehr Konsum nicht mehr Lebensqualität bedeutet.

Der Zinseszins ist zu ersetzen. Er ist asozial und verschärft nur die Kluften zwischen Arm und Reich.

Mehr Wirtschaftswachstum geht sonst auf Kosten der Natur oder anderer Nationen.

Die Ressourcen sind begrenzt: Global denken, wenn wir die Erde als lebenswerten Lebensraum erhalten wollen.

Eine solide Einkommensstruktur hat eher geringe Unterschiede zwischen Arm und Reich und ermöglicht es, allen Einwohnern am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Flache Hierarchien gewährleisten zudem sozialen Frieden.

Was gut ist, kann durch Veränderung schlechter werden: Je größer die Unterschiede zwischen Arm und Reich, desto größer die Unzufriedenheit: Unruhen, Streiks: Bei verhärteten Fronten etablieren sich Klassengesellschaften: Gefahr der Diktatur oder des Oligarchie führen zu Unzufriedenheit und Unruhen.

Dem entgegen wirken flache Hierarchien und geringere Unterschiede in der Bevölkerung. Die Gruppen müssen sich mischen (schon in der Ausbildung/Studium) um sich zu verstehen: Keine reinen Theoretiker, keine reinen Praktiker (gemeinsames Entscheidungsmanagement)

Vom Bedingungsloses Grundeinkommen bis zur Gewinnbeteiligung

Der Mensch hat ein natürliches Recht auf Existenz. Da man in unserer Gesellschaft Geld braucht, um existieren zu können, hat der Mensch in unserer Gesellschaft ein natürliches Recht auf Geld. (s. GG Art. 2, (2))

Der Mensch möchte etwas bewegen, er möchte aktiv sein und er möchte einen Sinn darin sehen. Entwicklung ist ein natürliches Bestreben des Menschen, die Evolution ist in unseren Genen verankert.

Das existenzsichernde bedingungslose Grundeinkommen für jeden, wozu auch eine gesellschaftliche Teilhabe gehört, wird ca. 1.000,00 €/Monat beinhalten (Härtefälle wird es immer noch geben).

Finanzierbar ist es heute schon. Alle sozialen Transferleistungen, Subventionsleistungen und Verwaltungskosten, die so eingespart werden, werden nur umverteilt. Ab einer gewissen Einkommensgrenze fließt das BGE als Steuereinnahmen wieder zurück.

Verwaltungsangestellte, die bisher die sozial Bedürftigen verwalten und kontrollieren, können umschulen, um Hilfestellung zur neuen “Freiheit” zu geben. Die Fragen heißen dann:

Was macht Arbeit attraktiv?

Was macht Hilfsangebote attraktiv?

Dieser Frage müssen sich Sozialarbeiter stellen.

Scheinbare Faulheit sind nur Herausforderungen, Übergangserscheinungen, durch die Freiheit zur Verantwortung.

Alle Angst vor der Faulheit des Menschen sind nur Herausforderungen, Übergangserscheinungen, denn zur Freiheit gehört auch Verantwortung.

Außerdem ist zu bedenken, dass die volkswirtschaftlichen Schäden durch nur eine Finanzblase ein Vielfaches betragen im Vergleich mit allen Faulenzern, die es in Deutschland gibt. Alle HarzIV-Empfänger könnten von nur einer Finanzblase, die aus den USA herüberschwappt, ihr Leben lang gemütlich leben und ehrenamtlich tätig werden.

Abgesehen davon, dass wir heute schon nicht genug Arbeit für Alle haben und die heutigen Möglichkeiten des Einsatzes von Maschinen längst nicht ausgenutzt sind, wird unter Arbeit immer nur die Lohnarbeit verstanden. Alleine schon das Wort Arbeitslosenzahlen scheint ein Novum zu sein, gut für jede Erpressung gegen eine grundlegende Umstrukturierung unserer Gesellschaft.

Heute schon werden viele Arbeiten verrichtet, die mit einem bedingungslosen Grundeinkommen nicht nur Anerkennung erfahren, sondern auch dadurch erst möglich werden und Burn-outs durch Doppelbelastungen verhindern (erziehende Eltern, pflegende Familienangehörigen, Ehrenämter). Frauen könnten in Teilzeit arbeiten, ohne im Rentenalter verarmen zu müssen.

Unzumutbare Arbeitsbedingungen werden verschwinden, der Arbeitsmarkt regelt sich, wenn Abhängigkeiten aufgelöst werden, in einer neuen Weise. Vielleicht wird die 3. Schicht verschwinden, aber gearbeitet werden wird weiterhin. Unattraktive Arbeiten werden aufgewertet, z. B. mit Geld. Ein Müllarbeiter, der die Arbeit an der frischen Luft liebt, wird vielleicht dann für sein Auto oder seinen Großbildmonitor arbeiten wollen.

Gewerkschaften sind dann als Vermittler immer noch gefragt, die einen Mindestlohn als Standard aufrechterhalten zum Schutz des BGE.

Gewinnbeteiligung mit Mitarbeiterschulungen und Mitarbeiterentscheidungen werden alte Unternehmensmodelle ablösen. Verantwortung statt Fremdbestimmung. Flache Hierarchien. Die Schere zwischen Arm und Reich schließt sich wieder. Eigentum verpflichtet zum Allgemeinwohl (GG Art. 14 (2)).

Der volkswirtschaftliche Gewinn wird groß sein, krank machende Lebensumstände können verändert werden. Ohne Existenz- und Zukunftsangst wird der neuer Freiraum das Überdenken der eigenen Lebenslage ermöglichen, ebenso, wie dem eigenen Leben eine neue Richtung geben zu können. Und das wiederum führt zu motivierten und engagierten Arbeitskräften. Daneben werden sich alternative Lebensmodelle entwickeln können.

Frauen bekommen den Freiraum, ihr Jahrhunderte lang verkanntes Potential frei zu entfalten.

Die große Zahl der heute am HarzIV-Niveau lebenden Selbständigen können sich ohne Druck auf ihre Selbständigkeit konzentrieren.

Die Kunst wird einen Auftrieb bekommen,

Wissenschaft und Forschung,

und Politik.

Ebenso wie Bildung, wenn existentielle Geldzwänge wegfallen. Deutschland als Land der Dichter und Denker, der Entwickler und Forscher, wird sich neu erfinden können.

Ein existenzsicherndes bedingungsloses Grundeinkommen setzt ein immenses Potential frei, dessen zukunftsweisende Folgen wir heute noch überhaupt nicht würdigen können. Es gehört Mut dazu, den Gordischen Knoten unserer zerstückelten und überholten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu durchschlagen. Hinterfragen kann nur den Weg bereiten.

Zusammenfassung der Vorteile:

Selbstfindungs- und Umorientierungs-Phasen möglich, hohes persönliches Potential wird freigesetzt

Arbeitsrhythmus kann dem eigenen Bio-Rhythmus angepasst werden → Burn-out und gesundheitliche Schäden werden verhindert

Abhängigkeiten von Ehepartner, Eltern oder Arbeitsplatz werden aufgelöst → mehr Eigenständigkeit und Selbstbestimmung.

Frauen können ihr persönliches Lebensmodell ohne Anhängigkeiten selbst bestimmen.

Kinderreiche Familien können sich ein Haus mit einem Zimmer für jedes Kind, eine Haushälterin, Familienurlaub etc. leisten und sich um ihre Kinder kümmern.

Alleinerziehende/Eltern haben die Chance, ihre Kinder selber erziehen zu dürfen.

Familienarbeit, Fürsorge, Ehrenarbeit und soziales Engagement bekommen Anerkennung und Existenzsicherung (nicht nur Lohnarbeit ist Arbeit)

Künstler bekommen einen Freiraum ohne Existenzangst künstlerisch tätig zu sein, Straßenbild wird sich bunter gestalten.

Bildung finanziert sich so selbst, Bildung kann erweitert werden, Zweitstudium, Auslandsjahr, Praktika etc.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird für alle möglich.

Gesundheit ist für alle erreichbar, nicht mehr nach einem 2-Klassen-System.

Forschung und Entwicklung bekommt eine Grundsicherung unabhängig von Sponsoring.

Alternative Lebensmodelle bekommen einen Freiraum sich ausprobieren und Netzwerke bilden zu können.

Selbständige können etwas aufbauen ohne den ständigen Druck der Existenzangst und der Selbstausbeutung.

GG Art. 14 Abs. 2 Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich der Allgemeinheit dienen.

Arbeitnehmer können mit Arbeitgebern auf gleicher Augenhöhe verhandeln (mit Gewerkschaften als Vermittler).

Arbeitsangebote werden attraktiv, schlechte Arbeitsbedingungen verschwinden, werden aufgewertet, anerkannt und besser bezahlt.

Die 3. Schicht kann verschwinden: Mehr Mitarbeiterbeteiligung, weniger  Fremdbestimmung, mehr Eigeninitiative: Mitarbeiterschulung, Mitentscheidung,

Gewinnbeteiligung als echtes Erfolgsmodell.

Teilzeitarbeit ist möglich ohne Verarmung im Alter.

Krisen können überstanden werden ohne sein Heim zu gefährden (Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit).

Gemeinsam sind wir stark. Alles ist bezahlbar, wenn das Volk es will.

Da kann man doch nur noch die Piraten wählen!

Die Tochter meiner Freundin in Niedersachsen erwartet ihr erstes Kind.

Die Landtagswahlen stehen dort vor der Türe. Ein Grund, sich die Bildungsprogramme der Parteien genauer anzuschauen.

Ich bleibe bei den Piraten hängen.

Zu viele Schüler, Lärm, Unkonzentriertheit. Mit den Jugendlichen mache ich Bruchrechnen, überall und immerzu. Wie viel ist ½ plus 1/3, frage ich und male ihnen Pizzas an die Tafel. Mit meinen Töchtern habe ich Torten gebacken und ge/verteilt. Das ist normal. Egal wo ich bin, fällt das Wort Hausaufgaben oder Mathe, fordere ich die Kleinen bis Großen zur Nachhilfe heraus. Können kann es Keine_r. Hinterher schon. Ich zeige es ihnen.

Zu große laute Klassen, überforderte Eltern, überforderte Lehrer. Nachmittags sitzen die Kinder vor TV und PC, weil ihre Eltern gerade das Geld dafür am heranschaffen sind.

Und immer mehr wird von den Jugendlichen gefordert. Nachmittagsunterricht, Abitur nach 12 Jahren, von der frühkindlichen Förderung im Mutterleib über Eliteunterricht im Kindergarten und Vorstudium in der Schule.

Jugendliche, die oft nur den PC als Babysitter hatten werden kriminalisiert werden, wenn sie genau das tun, den PC nutzen. Jugendliche, die den Druck nur mit Entspannungszigaretten aushalten, ein bisschen Cannabis, am liebsten aus dem eigenen Garten, vergleichbar mit 2 Gläsern Alkohol, werden kriminalisiert, und mit Psychopharmaka ruhig gestellt. Die Pharmaindustrie hat uns hart an der Kandarre.

Wir brauchen Ganztagsschulen, wo nachmittags Spielen angesagt ist, mit Kindern in den Wald gegangen wird, sie Schauspiel-AGs und Violine-Unterricht haben oder Karate und Gartenarbeit. Wo sie Kochen, Haushalten, ihre Rechte kennen lernen, und selbst die Gatter für den Schul-Zoo bauen. Und vor allem, wo sie ein kreatives Umfeld bekommen, Zeit zum selbständigen Arbeiten, Beobachten, Nachdenken, Experimentieren.

Deutschland, das Land der Dichter und Denker, der Forscher und Entdecker. Innovation ist unsere Zukunft. Kreativität braucht Freiraum.

Den Druck erhöhen, bis immer mehr Studenten und junge Erwachsene zusammen brechen, ist keine Alternative. Von der Grundschule über ADHS, Burn-out beim Abitur und Antidepressiva beim Studium züchten wir uns eine Generation von ständig an der Leistungsgrenze laufenden Robotern heran.

Wer will das? Ich nicht.

Das Bildungsprogramm der Piraten gefällt mir immer besser.

Wir sollten wirklich die Schüler fragen: Wie wollt Ihr Euren Nachmittag verbringen?